TV Fischbek-Tennis

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SAISONRÜCKBLICK 2016 – HERREN 70 I

Pellworm und die alten Herren.
Die Herren 70 I haben ja bekanntlich den Aufstieg in die Oberliga geschafft.














Um das Ereignis gebührend zu feiern, luden uns Mannschaftsmitglied Hartmut Hinze und seine Frau Karin vom 5. bis 7. August in ihr Domizil nach Pellworm ein. 

Eine beschauliche Insel, die drittgrößte der nordfriesischen, 42 km2 Fläche und einen Meter unter dem Meeresspiegel. Damit sie auch weiterhin auf der Landkarte erscheint, hat man einen 8 Meter hohen Deich gebaut. Eine Volkszählung wurde wohl noch nicht gemacht. In der Chronik der Insel erscheinen lediglich 650 Haushalte. Viele Einwohnen können es auch nicht sein, denn die Autofahrer grüssen sich nach Motorradfahrer-Art. Jeder kennt eben jeden.Nach einem deftigen Fischbrötchen-Frühstück in Nordstrand setzten wir über und bezogen unser Quartier. Die Stammspieler richteten sich im sogenannten Schuppen ein (rechts auf dem Bild). Klaus H. (später von Wolfgang "Klausi" gerufen) und Wolfgang teilten sich oben das Ehebett (etwas irritierend ihre glänzenden Augen am nächsten Morgen beim Frühstück …),  Klaus R. und Rainer nächtigten unten auf den Sofas. Ersatzspieler und Benjamin  der Truppe, Jörn, bekam die Suite unter dem Dach im Haupthaus zugeteilt. Angemessen, oder ?Kaum hatten wir das erste Bier genossen, war Tennis angesagt und der Pellworm-Cup ausgetragen. Klaus und Jörn "pulverisierten" Rainer und Klausi mit 6:4, 6:4 (übertrieben ?).Danach die erste Fahrrad-Tour. Das technische Museum in München hätte seine wahre Freude an dem Rad von Hartmut gehabt. Ein Miele-Gefährt von 1948 ! Das einzige, was keinen Rost hatte, war der Sattel.

 


Die Fahrt führte zur Fisch-Bude am Deich (Matjes-Brötchen).  Zurück im "Hotel Hinze" haben wir bei ein paar Bier das herrliche Wetter genossen und sind später zum Abendessen nach Tilli gefahren. Was gab es? Fisch! 

Den Abend haben wir auf der Hinzischen Terrasse ausklingen lassen. Ich glaub, es gab auch was zu trinken ... Der Getränkebestand wurde am nächsten Tag nach dem Frühstück wieder aufgefüllt.Anschliessend gab es eine Sightseeing-Tour unter der Leitung von Karin und Hartmut mit viel Information über die Insel. Für viele von uns noch ein Aha-Erlebnis. Wir waren in zwei Kirchen und einem Museum! Einer der Verstorbenen auf dem Friedhof hatte den Namen Christian Weinbrand Koch! Muss wohl nach dem Genuss einer Flasche Mariacron gezeugt worden sein.Nach unserer Tennis-Einheit ging es mit dem Rad - wohin? Richtig - zur Fischbude am Deich. So gestärkt wurde anschliessend noch mal der Schläger geschwungen und der Flüssigkeitsverlust mittels Bier ausgeglichen. Das Abendessen fand in einem Lokal statt, wo es, man glaubt es kaum, Fisch gab. Noch einen Tag länger auf den Insel und wir hätten auf Kiemen-Atmung umstellen können !

Der Abend wurde dann zu einer Zerreißprobe. Hartmut legte Kassetten mit seiner Lieblingsmusik ein und wir mussten Titel und/oder Interpreten erraten. Die Lieder waren mindestens so alt wie sein Fahrrad ! Oder wann haben Rudi Schuricke, Lale Andersen und Horst Wendland gesungen? Die Krönung war seine Marschmusik, die wir aber vehement boykottiert  haben. Als versöhnliche Geste fuhr er seine feinsten Schnapsitäten auf. Ich verstehe gar nicht,  warum man mir am nächsten Tag den Beinamen "Vodka-Jörn"  gegeben hat.Am darauf folgenden Tag hiess es nach dem Frühstück packen und vorbereiten auf die Rückreise. Unsere tollen Gastgeber, die alles erdenkliche getan haben, um unseren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten, haben uns zur Fähre begleitet.Die Überfahrt verlief ohne Probleme. Bei Wolfgang machten sich allerdings bald Entzugserscheinungen bemerkbar. Er brauchte dringend sein Matjes-Brötchen.  Also hielten wir kurz vor Erreichen der Autobahn bei einer Fisch-Räucherei an und genossen letztmalig die überwiegend fischlastigen Leckereien von Schleswig-Holstein.

Bei Tornesch hatten wir dann unser Wacken-Erlebnis. Das Konzert war vorbei, und wir sahen uns mit einem Heavy-Metal-Stau von einer 13 km konfrontiert. Konnte aber unserer guten Laune keinen Abbruch tun. In den Tagen auf Pellworm hatten wir viel zu lachen und waren sicher, dass sich unsere Leber auch wieder erholt. Es war ein tolles Wochenende !